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Das Balafon

Das Balafon kann als Urahn der Stabspiele wie Xylophon Vibraphon und Marimba bezeichnet werden. Die Unterschiede zu seinen Nachkommen liegen in der penta oder heptatonischen Stimmung, in der typisch afrikanischen repetitiven und poliphonischen Spieltechnik und der massiveren Bauweise.

Obwohl das Instrument in den verschiedensten orchestralen Zusammensetzungen und den baulichen Ausführungen in ganz Afrika anzutreffen ist, gilt Burkina Faso als eines der Länder mit der reichsten und lebendigsten Spielkultur.

Bei den über 30 balafonspielenden ethnischen Volksgruppen wie die Goin Senoufo – Buawa – Lobi – Turka und Sambla,um nur einige zu nennen, ist die Balafonmusik Hauptquelle der Überlieferung des Kulturgutes. Das traditionelle Balafon führt und strukturiert die wichtigsten Ereignissen im Leben der Gemeinschaft wie Geburt, Heirat, und Beerdigung. Es unterstützt und rhythmisiert die Feldarbeit.

Der Internationale Durchbruch der Balafon Gruppen "Farafina" und "Les Frères Coulibaly" haben für viele junge Musiker in Burkina Faso eine moderne Bewegung mit neuen Perspektiven eröffnet. So hat das Balafon seit einigen Jahren auch in Europa Fuss gefasst und seine Popularität ist kontinuierlich am steigen.

Der gemeinschaftsbildende Impuls, der vom Balafon ausgeht, hat an manchem Ort eine Erneuerung der Festkultur bewirkt. Aus europäischen Instrumentenbau-werkstätten sind wahrhafte Rollsroyce Instrumente entstanden und die pentatonischen Tonleitern haben begonnen auch deutsch, italienisch und französisch zu sprechen.